Persönlichkeitsbildung

Tierschutz ist persönlichkeitsbildend und eine stufengerechte und informative Unterrichtshilfe für alle Schultypen.
 

Ziel des Projektes...

...Tierschutz im Unterricht ist es, jungen Menschen grundlegende Werte zu vermitteln und die Zusammengehörigkeit alles Lebendigen bewusst zu machen. Das Bewusstsein junger Menschen für die Tiere, die gesamte Umwelt und in der Folge für Menschen soll geweckt bzw. gefördert werden.
Das Projekt leistet einen Beitrag zur Gewaltfreiheit in allen Lebensbereichen und fördert das Verantwortungsgefühl für alles Lebendige.
 

Vom Samenkorn zum Weizenfeld

Als Tochter eines Kleinbauern verbrachte ich meine Kindheit inmitten von Tieren. Geboren scheine ich allerdings als Tierverteidigerin worden zu sein. Stets suchte ich die Nähe tierischer Gesellen verschiedenster Art, befasste mich mit ihnen, bestaunte ihre Einmaligkeit und ihre Wesensart. Mehr und mehr wuchs in mir eine tiefe Zuneigung zu ihnen. So gut ich konnte, versuchte ich sie zu verteidigen und zu beschützen.

Bittere Schlüsselerlebnisse jedoch in meinem Umfeld haben meine Seele geprägt und mein Entschluss formte sich in eindeutiger Weise: Wie und wo immer ich kann, werde ich Wege suchen, die der Tierverteidigung dienen. Warum – so dachte ich mir – sollen Tiere auf die Erde gekommen sein, um ausgenützt, gequält um mitten in ihrem Leben getötet zu werden. Ich spürte, dass die Achtsamkeit gegenüber nichtmenschlichen Wesen, die intuitive Verbundenheit mit ihnen und der Respekt vor ihrem Sein schon im Kindesalter gepfl egt werden muss, damit diese Gesinnung reifen kann. Später verschüttet das Leben mit all seinen Facetten diese Gefühle, und hauptsächlich deshalb wählte ich den Lehrberuf.

Hier konnte ich die Kinderseelen „erforschen“ und ihre natürlich angelegte Zuneigung zur Tierwelt spüren. So konnte ich wichtige Erfahrungen für mein Vorhaben sammeln: Der Tierethikgedanke gehört in die Erziehungslaufbahn von Kindern und jungen Menschen, der Tierschutz gehört einfach in den Schulunterricht. „Mit jedem Kind beginnt die Zukunft“ sagte schon Maria Montessori und bei entsprechender Lenkung auch die Zukunft der Tierwelt.

Nachdem ich die Gemüter vieler LehrerkollegInnen sozusagen getestet habe und bei zahllosen SchulpolitikerInnen meine Absichten vorgestellt hatte, schien mein Ziel erreicht. Aus einzelnen „erfochtenen“ Tierschutzunterrichtsstunden, die ich zunächst im Alleingang hielt, entstanden Vorträge, Hearings, Workshops und viele Werbestrategien bis hin zu den heutigen Tierschutzlehrerseminaren, die bereits seit zwanzig Jahren offi ziell anerkannt und abgehalten werden.

Bald durften wir das Seminar auf Einladung des damaligen Leiters des Pädagogischen Zentrum Graz Eggenberg HR Dir. Dr. Gerhard Berger abhalten. Im Laufe der Jahre wurde das Tierschutzseminar auch im deutschsprachigen Raum gerne angenommen und hat sich inzwischen auf TeilnehmerInnen aus dem gesamten europäischen Raum ausgeweitet. Aus ursprünglich vier Interessierten – daheim am Wohnzimmertisch – wurden jährlich zwanzig, dreißig und mehr.

Bisher an die fünfhundert (oder mehr) ausgebildete TierschutzpädagogInnen, die wiederum tausende Schulen in vielen Ländern besuchen und bei Hochrechnung sicherlich Millionen Kinder und Jugendliche mit dem Tierschutzgedanken bekannt machten und machen. Und so geht es weiter, Tag für Tag. Der „Tierschutz im Unterricht“ ist ein Begriff geworden und ich meine, dass diese Tätigkeiten wohl eine der sinnvollsten Vorarbeiten dafür sind, Tieren eine bessere Zukunft gewährleisten zu können.

Hier danke ich allen Lehrerkolleg/innen und Schulleiter/innen für ihr Interesse! Wie sollte Tierschutz besser funktionieren, als über einen Wandel des Bewusstseins beim Menschen den Tieren gegenüber. Der Gründungsrektor der „Akademie für Tier-Mensch-Beziehungen“ begleitete meine Arbeit nahezu von der ersten Stunde an und ich bin den honorigen Gründungsmitgliedern gegenüber voller Dankbarkeit dafür, dass auf der Basis meiner, mit Ausdauer und Geduld getragenen Vorarbeit, die große Idee, daraus eine Professionalisierung des Tierschutzes zu machen, entstanden ist. So wogt das Weizenfeld in einem ethischen Sonnenkreis und wird Licht in so manch dunkles Verlies der Tierwelt bringen.

Charlotte Probst



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